Bemerkenswert

Dies ist die Kurzfassung des Beitrags.

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Sei gut zu Dir

Dies sind essenzielle Lebensübungen für mich, die ich vor ca. 1 Jahr in den PC hinein klapperte. Wie schön, das ich sie heute wiederfand. Ich muss sie mal wieder auffrischen. Habe es dringend nötig, um wieder „klar und authentisch“ zu leben, zu sein.

Prüfe bei all Deinen Vorhaben, ob Du jemanden schädigst.
Wenn es nicht anders geht, finde einen Weg den Schaden möglichst gering zu halten.

Respektiere den Glauben und die Lieben anderer; akzeptiere niemals Fanatismus.

„Fühle“ Deine Emotionen, aber „denke“ nicht ihnen.

Höre den Sorgen und Nöten anderer zu; lausche auch Deinen Sorgen und Ängsten.

Setze Dich keinem Druck aus. Sei es fremdbestimmter oder Dein eigener.
Sei dennoch fleißig, aber achte auf die Grenzen deiner Belastbarkeit.

Teile Deine Kräfte ein – sie sind nicht unbegrenzt.

Wenn Dir ein Weg verbaut erscheint, verlasse ihn und schlage den nächsten ein. Es gibt Unzählige.

Versuche hin und wieder die Einbahnstraße entgegen ihrer Richtung zu gehen und freue Dich über dieses ungewohnte Gefühl.

Schaue in Regelmäßigkeit in Deinen Keller und berühre Deine eigene Nase.

Werte und richte nicht über andere – denn Du kannst weder ein fremdes Leben führen noch verändern.

Werte und richte auch nicht über Dich selbst – aber sei offen für Selbstreflexion.
Betrachte Deine Erkenntnisse als persönlichen Gewinn und sei stets bereit für die eigene Veränderung. Denn niemand kann Dein Leben führen.

Stelle Ansprüche nur an Dich selbst und niemals an andere.
Gehe behutsam mit den Anforderungen, die du an Dich selbst stellst, um.

Besehe deine naturgegebenen Grenzen.
Sei milde mit Dir – gebe dir Zeit und Raum für deine Entfaltungsmöglichkeiten.

Übe niemals mentale Gewalt auf dein Gewissen oder verbale auf das eines Anderen aus.

Hüte Dich vor Selbstbezogenheit. Sie führt direkt ins Jammertal.

Hör umgehend damit auf, Dir einen anderen Menschen so zu wünschen, wie Du ihn gerne hättest.
Du wirst sehen, nachfolgend kommst Du bestens mit ihm klar.

Lass dein Gewissen für sich selbst sprechen – es ist dazu befähigt, ganz ohne Dein rationales dazu tun.

Übe „Nein“ zu sagen – egal wem gegenüber – wenn Dir deine Intuition „Nein“ zuflüstert.

Lass Dich nicht manipulieren, manipuliere selber auch nicht. Tu nicht das, was andere dir vorleben.

Sei nicht selbstgefällig und selbstgerecht. Sei aber in gesundem Maße egoistisch.

Übe jeden Tag Deines Lebens zu vertrauen, zu verzeihen und an etwas zu glauben.

von
„schwermütigeschreibwütige“

Hoffnungslose Wut

 

Wenn die Hoffnungslosigkeit Früchte trägt,
wenn die Wut über die derbe Frucht emporsteigt,
wenn’s kein Halten, jedoch kein Entkommen gibt,
gehe ich unter im gewaltigen Wellenschlag des Lebens.

Wenn ich Annahme übe, jederzeit und allen Ortens,
ihr aber manchmal übel gelaunt gegenüberstehe,
wenn ich sie trete und schlage, weil sie mich
unsagbar nervt, ziehe ich schlussendlich doch den kürzeren.

Mich zu üben in der hohen Kunst „Demut“,
bleibt an manchen Tagen ein hoffnungsloses Unterfangen.
Wenn dem so ist, hilft mir dann hier auch wieder nur die Annahme dessen, was ist ?
Annehmen, dass meine Tage zuweilen dem Frust gereichen?

Wohl so ! So, wie es jedem hin und wieder ergeht.
Nichts Besonderes, einen Wut-Tag zu erleben!
Menschlich ! Sternenkonstellation ? Oder wie auch immer geartet.
So darf ich mich auch mal schändlich gegenüber der Demut benehmen.
von
„schwermütigeschreibwütige“

Rosa zieht aus

Alles, was den Farbton rosa hat, zieht endgültig aus. Raus aus dem Zimmer unserer Tochter. Tisch, Stuhl, Gardinen. Allenfalls findet rosa als schimmerndes Rouge auf ihren 12-jährigen Wangenknochen noch Verwendung. Wo ist die Zeit geblieben?

Der Wandanstrich in fröhlichem Grün und Pastellrosa ist verpönt. Ein dunkles Rot und warmes Gold soll her. Die Regale ändern ihr Aussehen in Schwarz-weiß. Das Chillsofa für die Freundinnen wird heiß ersehnt. Und der Schminkspiegel nebst zahlreicher Kosmetikutensilien auf dem neuen Schreibtisch zeigt den Lauf des Jugendlich-Werdens an.

Die schnell voranschreitende digitale Technisierung in der Welt unserer Jüngsten treibt sie gleichsam an, schnellstmöglich erwachsen zu werden.
Vergleiche zu meiner eigenen Jugend zu ziehen, stimmt mich traurig. Im Alter von 12 gab es bei mir Barbie mit rosa Ballkleid, Barbie-Etagenwohnung und den pinken Barbie City Flitzer für Barbies Shopping-Tour. Bei meiner Tochter fährt nicht Barbie zum shoppen, sondern sie selbst. Und die Klamotten, die sie aussucht, haben den „sexy-chic-Look“, den die freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) erst ab 16 empfehlen würde.

In einer Schublade ihres schwarz-weißen Regals teilen sich 20 Nagellacke in unterschiedlichen Farben den Platz. In einer anderen Lade liegen 6 verschiedene Pinsel für jeden Knochen im Gesicht einen! Contouring Stifte, soweit das Auge reicht. Ich weiß gar nicht, wofür die benutzt werden. Das Kofferequipment einer Visagistin ist nichts gegen den neuerlichen Kosmetik-Einkauf unser 12-jährigen.

Durch den Verkauf von Playmobil-Traumschloss und Playmobil-Stadtvilla ist über Ebay kurz vor Weihnachten ein nettes Sümmchen zustande gekommen. Zur Hälfte wurde es umgehend umgesetzt und hat die Umsatzzahlen bei Rossmann, DM und Müller in die Höhe schnellen lassen.
Aber auch dem Modelabel New Yorker, das wohl mit Kalkül sexy Klamotten in den Größen 158/164 (immer noch Kindergrößen!) günstig schneidern lässt, hat sie einen guten Teil vermacht.

Meine Mutter hatte länger etwas von ihrem „kleinen“ Mädchen. Denn nichts von alldem hätte ich mit 12 erlaubt bekommen, zum anderen waren auch gar nicht die Mittel dafür da. Und ich wurde als Kind weder von digitalen Medien noch von den 3 Fernsehprogrammen, die es zu dieser Zeit nur gab und die für heutige Verhältnisse wenig Werbung ausstrahlten, manipuliert.
Die Überreizung in meiner Jugend hielt sich in genormten Grenzen.
Doch die heutige Zeit ist anders. Verbote würden unsere Tochter „ihrer“ Zeit entreißen. Sie probiert sich aus. Und an Fortschritt lässt sich nicht rütteln. Er schreitet unaufhörlich und ungehorsam voran und reißt sowohl den jungen als auch den alten Menschen mit sich. Das hat er schon immer getan. Seit Anbeginn der Zeit.

Doch eines bleibt noch und ich genieße es, solange es währt. Wenn sie ihre albernen 5 Minuten bekommt, schallt fröhliches Gelächter durch das ganze Haus, sodass mir derart warm ums Herz wird, dass ich es kaum in Worte verfassen kann. Pures Gefühl!
Oder, wenn sie abends für 15 Minuten aus ihrem Zimmer herauskommt und sich zu mir auf das Sofa setzt, sich an meine Schulter anschmiegt und Kuscheleinheiten einfordert, dann hab ich wieder mein kleines Mädchen und das erfüllt mich zutiefst mit der großartigsten Liebe, die ich kenne: der Mutterliebe!

von
„schwermütigeschreibwütige“

Artikel

Geschenke

Weihnachten ist vorüber. Wir haben viele Geschenke ausgepackt und uns über deren Inhalt mal mehr, mal weniger gefreut. Als Erwachsene haben wir uns höflich, als Kind artig bedankt. Ein neues Jahr steht vor der Tür und ich bin gespannt auf die vielen Erlebnisse und Erfahrungen,  die es bieten wird.
So manches Mal stelle ich mir auch die Menschen, die mir bisher begegnet sind und neu begegnen werden als  verpackte Geschenke vor.  Wir wissen nie, mit wem wir es zu tun bekommen.  Nicht immer ist „Der“ oder „Die“ das erhoffte Geschenk. Oftmals müssen wir das Geschenk genauer betrachten, um es kennen und vielleicht sogar schätzen zu lernen. Es mag uns einiges nicht recht sein an dieser Person, gegebenenfalls sind wir sogar wütend über deren Verhaltensweisen, fühlen uns ganz und gar nicht bestätigt, sind schlichtweg nicht auf derselben Wellenlänge.
Und doch sollten wir höflich „Danke“ sagen.  Die Person annehmen wie sie ist, ihre Andersartigkeit respektieren. Nicht darüber in Wut oder Trauer verfallen, weil jemand nicht so ist, wie wir ihn gerne haben wollen.  Indem wir akzeptieren lernen, dabei respektvoll bleiben, wird es möglich, auch diesem Geschenk seine Besonderheiten abzugewinnen. Denn nicht einzig das „Erwünschte“ stellt im Leben eine Bereicherung dar. Gerade die unbequemen, missachteten, eigentlich nicht zu gebrauchenden Menschen stellen uns oft vor die Wahl der persönlichen Weiterentwicklung oder des eigenen phlegmatischen Stehenbleibens. Wie schon Konfuzius weise zum Nachdenken anregte: „Wenn Du einen wertvollen Menschen triffst, so mach dir Gedanken darüber, wie du ihm gleich werden kannst. Wenn Du einen minderwertigen Menschen triffst, so geh in dich und prüfe dich, ob du ihm nicht gleichst.“
Menschen, die wir ablehnen, können für uns eine wertvolle Lernerfahrung sein. Gerade die, die wir am liebsten wie ein Geschenk umtauschen würden. Nur funktioniert das nicht: es gibt keinen einzigen Mensch auf der Welt mit dazugehörigem Kassenbon. Selbst wenn wir diesen Mensch links liegen lassen und wie ein ungewolltes Geschenk in die hinterstes Ecke des Regals schieben in der Überzeugung, dass mit uns alles stimmt, aber mit dem anderen nicht; er begegnet uns irgendwann einmal wieder. Und wir stehen erneut vor derselben Lektion, die es zu erlernen gilt. In diesem Sinne waren mir alle Geschenke, die ich zum vergangenen Weihnachtsfest erhalten habe, recht. Ich habe mich sehr gefreut – auch über diese Geschenke, mit denen ich bis jetzt noch nicht viel anfangen konnte. Aber vielleicht kommt das ja noch.

von
„schwermütigeschreibwütige“

Minimalismus-Gedanken, nachahmenswert

Einen wunderschönen und entspannten Sonntagmorgen Ihr Blogleser. Schön, dass Ihr wieder hier sei Ist der Sonntag nicht wunderbar ? Man braucht an so einem Tag nicht viel, oder! Für diesen Augenblick! Er ist gold werd, wenn ihr mich fragt. Ich liege in meinem Bett und genieße den Kaffee in meiner Hand. Herrlich. Das Fenster kann…

über „The Sunday“ 14. Januar – Minimalismus — Hardy Krüger jr. Blog

Vergangenheit und Neubeginn

Das alte Jahr hat sich verabschiedet. Das Neue steht jungfräulich vor der Tür.

Was nehme ich mit aus dem vergangenen Jahr ? Ich habe viel gelernt. Allen voran, mich in Geduld in jedweden Belangen zu üben und dadurch Demut zu erlangen.

Ich habe erfahren, dass dem – der den erforderlichen Mut für etwas aufbringt, wofür er brennt – sich der Weg wie von allein unter die Füße schiebt.
Gelernt habe ich auch, dass es sich lohnt, sich nicht den „Ja-Sagern“ anzuschließen. Der Lohn war das Gefühl, mich nicht verbiegen zu müssen und dieses Gefühl ist unbezahlbar.
Manchmal ist trocken Brot und Wasser wertvoller als alles Geld der Welt.

Verzeihen ist eine harte Übung für mich. Hart deswegen, weil ich ein Mensch bin, der sich selbst nur schwer verzeiht. So gilt es für mich, mir immer erst selbst zu verzeihen. Nur dann erlange ich die Fähigkeit auch jemandem anderen zu verzeihen.
Immer wieder habe ich unter dem Jahr diesen Satz für mich wiederholt: „Geh milde mit dir um!“ Und wie ein besänftigender Kräutertee zeigte er zuweilen seine wohltuende Wirkung.

Ich habe gelernt, dass mein Leben mein Lehrer ist. Aber was noch wichtiger erscheint: Das Leben der Anderen ist ebenfalls deren Lehrer. Somit habe ich mich von der Vorstellung verabschiedet, mich für das Verhalten anderer verantwortlich zu fühlen und besser noch, ihnen nicht meine Lösungsansätze an zu dienen. Ein wahrhaft befreiendes Gefühl.

Was ich im neuen Jahr mit vielen Übungen erreichen möchte, ist es, mein „Überbemühtsein“, ganz gleich zu welchem Unterfangen, abzuschwächen. Und dazu braucht es viele, sehr viele Übungen.

Der Erfolg, auf den ich hoffe, wird nicht zu 100 Prozent erreichbar für mich sein. Dazu kenne ich mich zu gut und habe aus meiner Vergangenheit gelernt, dass der Perfektionismus ein Teil meines Charakters ist und dass es vor diesem nie ein komplettes Entrinnen für mich geben wird. Doch wenn ich es bis zu 75 Prozent schaffe, die Fünf gerade sein zu lassen, werde ich mich selbst umarmen und knuddeln, als hätte ich mit diesem Ergebnis bereits die Goldmedaille erkämpft. Und die anderen 25 Prozent werde ich getrost stehen lassen und das geht in Ordnung so.

Letztlich ist all das Gelernte und das noch zu lernende mein Bedürfnis einzigartig zu sein und obwohl ich das seit Geburt an ohnehin bin, muss ich es mir hin und wieder selbst bestätigen.

Etwas Lustiges habe ich auch gelernt: Tiere sind vermutlich nicht in der Lage, Selbstgespräche zu führen. Zumindest weiß ich von keinem Forschungsergebnis, welches das Gegenteil aufstellen würde. Ich halte demnach diese Lebewesen für gesegneter als mich, die immer schon „grübelnd“ und „hinterfragend“ durch diese Weltgeschichte geschritten ist.

Ein lehrreiches Jahr wünsche ich denen, die hier von mir lesen.

von
„schwermütigeschreibwütige“